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Endlich eine Verschnaufpause

Nun ist Ende Mai und ich kann nur den Kopf schütteln. Was war in den letzten Wochen hier los… Glücklicherweise habe ich von meinem Vermieter einen Aufschub von 4 Wochen wegen des Auszugs bekommen. Ich habe schon überlegt, ob ich ihm nicht all meine Stalkingnachweise zuschicke, damit er sieht, was hier los war und dass ich ihm keine RTL-2-Geschichte erzähle. Er kam dann aber von sich aus auf mich zu.

Verschnaufpause vom Stalking

Geistig fühle ich mich momentan ganz schön ausgelaugt. Mir wird langsam bewusst, was ich für einen Kampf hinter mir habe. Ich habe um mein Leben gekämpft… Das zu schreiben, löst kein schönes Gefühl in mir aus. Momentan gibt es zumindest keinen neuen Stalking- bzw. Hackervorfall. Ich habe gelernt, das als gutes Zeichen zu sehen. Eine Pause. Die brauche ich dringend. Auf dem Bild siehst du meine beiden Zettel, die im Moment an meiner Wohnungstür hängen. Den ersten Zettel hatte ich nach der geplatzten Gerichtsverhandlung Anfang Mai aufgehängt. Das zweite Blatt habe ich vor einigen Tagen hinzugefügt. Die Botschaft war mir wichtig.

 

Durch die Erschöpfung komme ich zwar momentan leider nicht dazu, längere Blogartikel zu schreiben. Mir fehlt einfach die Lust und Konzentration. Dennoch will ab und zu ein Gedicht oder „Gedichttext“ entstehen. Das fühlt sich für mich an wie eine kurze Kur.

 

Doch langsam gewinne ich den letzten Monaten auch etwas Gutes ab. Wenn ich schwierige Phasen durchmache, überlege ich mir oft, wie Bäume Stürme und Unwetter überstehen. Mir helfen solche Vergleiche sehr. Irgendwo hatte ich dann den schönen Gedanken aufgeschnappt, dass ein Sturm auch dazu führen kann, dass ein Baum einen kranken Ast verliert. Ein Sturm kann also auch etwas Positives bringen.

 

Und so spüre ich eine Veränderung. Ein Mann hat sie vor kurzem schon abbekommen ;-). Ein ständiges Hin und Her, bei dem ich mich schon einige Male über meine Inkonsequenz geärgert hatte. Ich brauche immer drei Anläufe, bis ich mich von einem Mann lösen kann :-). Doch bei dem Telefonat war etwas anders. Denn ich habe keine Lust und keine Kraft mehr, mir Gedanken darüber zu machen, ob ich etwas sagen darf oder nicht. Es muss einfach raus. Und so sagte ich ihm am Ende: „Du überlegst dir bitte, was du eigentlich von mir willst oder auch nicht. Wenn du was von mir willst, rufst du nochmal an, ansonsten nicht.“ So lief das ganze Gespräch von meiner Seite. Er stotterte dann etwas herum, wollte irgendwas Ungutes sagen und ich legte einfach auf. Das. tat. so. gut. Es war so befreiend. Diese neue Kirsten gefällt mir unheimlich gut :-).

 

Aber das geht natürlich nicht alles spurlos an mir vorbei. Meine Haut sieht schlimm aus. Überall habe ich am Oberkörper Mitesser, größere und kleinere Pickel. Dementsprechend habe ich mein Skin Picking momentan kaum im Griff. Im letzten Artikel habe ich dir erzählt, dass ich zur Reduktion meiner Regelschmerzen meine Ernährung etwas umgestellt habe. Ich weiß zwar, dass das Hautbild bei solchen Umstellungen auch erstmal schlechter werden kann. Aber manchmal ist es schon entmutigend. Seit gestern geht mir der Impuls nicht aus dem Kopf, es mal mit Kamille zu versuchen. Damit zumindest die Entzündungen etwas abklingen können. Das probiere ich mal.

Übrigens läuft es auf Pinterest ziemlich gut. Das relativ neue Idea-Pin-Format habe ich nun für mich entdeckt. Erst habe ich mich schwergetan, weil ich nicht wusste, wie ich das Format für meine Themen nutzen kann. Doch nach ersten Versuchen möchte ich es nicht mehr missen :-). Ich freue mich über die zunehmende Annahme meiner Inhalte wirklich sehr. Denn meine Schwerpunktthemen (Depression, Gefühle, Skin Picking, Selbstliebe) sind auf Pinterest doch recht kleine Nischen. Wenn ich Pinterest höre, muss ich zuerst an Frisuren denken :-). Und dann ans Backen. Aber an Depression? Deshalb freue ich mich über die Entwicklung umso mehr.

 

Meine Webseite und Pinterest – in den letzten Wochen waren das meine Anker.